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Akupunktur

Akupunktur

Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden.


Die historischen Anfänge der Akupunkturbehandlung sind nicht genau bekannt. Älteste Zeugnisse sind zugespitzte Steine und Steinsplitter, die bei Ausgrabungen in China gefunden wurden und auf ca. 3.500 v. Chr. datiert sind. Der legendäre „Gelbe Kaiser Huang Ti", der ca. 2.600 v. Chr. lebte, ist der Verfasser des Standardwerkes der chinesischen Medizin, des „Nei Ching". Er war der Erste, der die Akupunktur systematisch erforschte. In Europa wurde die Akupunktur erstmals 1675 bekannt. Aber erst im Laufe der letzten 50 Jahre hielt die Traditionelle Chinesische Medizin Einzug in Europa. So wurde in Frankreich die Ohrakupunktur von Professor Nogier entwickelt und in Österreich von Professor Bischko 1954 die erste Vorlesung über Akupunktur gehalten. Johannes Bischko war Chirurg und Begründer der Wiener Schule und führte unter anderem Operationen am offenen Herzen nur mittels Anaesthesie durch Akupunktur mit Elektrostimulation durch.


Die Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen YIN und YANG. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen, oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.
Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, wird verständlich, daß auch z.B. fern vom Ort eines Geschehens gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen. Denn häufig muß der Arzt energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren und nicht nur eine kleine lokale Stelle, um wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen.


Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, daß Nadeln in ihre Haut eingestochen werden sollen. Üblicherweise werden aber sehr feine Nadeln verwendet, sodaß eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen ist. Der geringe Schmerz beim Einstich einer Akupunkturnadel ist vergleichsweise viel schwächer als derjenige, wenn der Arzt eine Spritze gibt.

Eine Akupunkturbehandlung ist bei folgenden Augenerkrankungen sinnvoll:

  • Allergien
  • Entzündungen der Lider, Bindehaut
  • Trockenes Auge*
  • Netzhauterkrankungen, Makuladegeneration


* Hierzu sei auch auf die Veröffentlichung im klinischen Monatsblatt für Augenheilkunde 1999; 215:228-232 verwiesen, in dem Professor J. Nepp (Oberarzt der Augenabteilung im Allgemeinen Krankenhaus Wien) über signifikante Verbesserungen berichtete und dies sogar von Professor A. Bialasiewicz (Universitätsaugenklinik Hamburg-Eppendorf) schulmedizinisch nachgewiesen werden konnte, indem auf zellulärer Ebene eine Stimulation von immunologisch wirksamen Peptiden durch die Akupunktur gefunden wurde (Klin Monatsbl Augenheilkd 1999; 215:209-210).

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